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Kirchturm und Glocken

Der Dachreiter und seine Glocken


Drei alte Glocken sind als Zeugen grosser Frömmigkeit früherer Jahrhunderte vor der Kirche aufgestellt. Sie haben durch viele Generationen hindurch unsere Vorfahren zur Taufe, zur Hochzeit und zu Grabe geleitet und unzählige Pilger willkommen geheissen. Seit 1977 haben diese Aufgabe vier neue Glocken übernommen.

Schon 1622 muss die Kirche einen verschindelten Dachreiter mit Glockenstuhl, aber mit einem Spitzhelm besessen haben. 1639 verkaufte das Kloster St. Urban der Kirchgemeinde eine grosse Glocke aus dem Jahre 1584 als Ergänzung zu den Bestehenden. Als älteste und grösste Glocke steht sie nun auf der Westseite der Kirche.

1736 brannte der “Turm” wegen einem Blitzeinschlag bis zum Glockenstuhl ab, ohne die Glocken zu beschädigen. Die Giesserei Franz Ludwig Keiser in Solothurn goss im Jahre 1764 die kleinere der drei Glocken vor der Kirche. 1778 entwarf der bekannte Miterbauer der St. Ursen-Kathedrale in Solothurn und Stadtbaumeister Paolo Antonio Pisoni (1738-1804) den noch heute schönen Dachreiter mit einer Turmuhr, dem Glockenstuhl, der hochragenden und zierlich geschweiften Zwiebelhaube und dem Turmkreuz.

1796 wurden, wiederum von der Giesserei “Kayser”, zwei Glocken für Wolfwil gegossen: Die mittlere vor der Kirche trägt auf der Rückseite ein Relief der Stadt Solothurn von damals. Im oberen Spruchband steht unter anderem: “Ich bezähme Blitze.” Die kleinste Glocke, ebenfalls 1796 gegossen, ziert heute den offenen Dachreiter der Aufbahrungshalle im Friedhof.

Weil während einem Gewitter am 5. August 1838 trotz des “Wetterläutens” mit den Kirchenglocken der Blitz erneut in den Wolfwiler Kirchturm eingeschlagen hatte, verbot danach die Solothurner Regierung bei Strafe das Wetterläuten als Aberglaube mit der Begründung, das Läuten ziehe Blitze an, wie in Wolfwil jüngst geschehen!

In den Jahren 1976/77 erhielt der barocke Dachreiter über die Schindeln eine Hülle aus Kupferblechen und, nach der Glockenweihe vom 3. April 1977, vier neue Glocken aus der Giesserei Rüetschi in Aarau. Sie erklingen in österlicher Freude!


Foto: H.J. Brugger, Laufenburg
 
 



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